Beschreibung

Zwei Tage im Hügelland des Friaulischen Flachlands und mittelalterliche Schätze.

Die Tour startet bei der Kellerei Mont’Albano in Savorgnano del Torre, die als erste im Friaul seit über 30 Jahren biologischen Weinbau betreibt. Sie lernen Mauro Braidot („Mister Bio“) kennen, einen Pionier der biologischen Anbaumethode, der bereits damals, als es noch keine europäischen Zertifizierungen und Regelungen zu ihrem Schutz gab, die heutige Entwicklung voraussah. Mit großer Leidenschaft erzählt er Ihnen persönlich die Geschichte seines Betriebs, der Grundgedanken und Träume, die zu seiner Entstehung und Entwicklung beigetragen haben. Sie erhalten einen Einblick in die Methoden der Bio-Zertifizierung; das sind nicht nur die einzuhaltenden Regeln, sondern auch die „Gefühle“, denn hier ist der biologische Anbau nicht nur eine Frage der Urkunde an der Wand, sondern vor allem eine Frage des Herzens, den Betrieb, das Land und die Gesundheit der dort tätigen Menschen zu schützen. Im Anschluss findet eine Verkostung ausgewählter Bioweine auch unterschiedlicher Jahrgänge statt, um zu zeigen, dass jeder Aspekt in der Natur das Endergebnis des Produkts beeinflussen kann

Zum Mittagessen fahren wir einige Kilometer weiter nördlich in die Osteria di Villafredda inmitten der sanften Hügel von Loneriacco bei Tarcento. Der Küchenchef Luca ist kein Freund vieler Worte, legt jedoch größten Wert auf die Wahl der Zutaten sowie das Anrichten seiner Gerichte. Wie schon der Name „Osteria“ verrät, nehmen Luca und Barbara die Tradition und Wurzeln der bodenständigen Küche sehr wichtig, und gleichzeitig wird alles bis ins kleinste Detail mit höchster Sorgfalt bedacht. Die Osteria besitzt ein heimeliges Flair und der Luca wählt nur erstklassige Zutaten für seine Gerichte, die er der einheimischen Tradition entlehnt und ihnen das besondere Etwas verleiht.

Namensgebend für das Lokal von Luca und Barbara war der naheliegende Weiler Villafredda.  Die mittelalterliche Siedlung mit Wehrtürmen aus dem frühen 16. Jahrhundert war ursprünglich die Residenz einer Adelsfamilie aus Mantua. Ein kurzer Spaziergang nach dem Mittagessen führt uns in den historischen Kern des Weilers.

Den ersten Tag beschließen wir in San Daniele del Friuli, der Heimat des Schinkens mit einer exklusiven Führung durch die Schinkenmanufaktur Prolongo. Hier werden alle fünf Sinne stimuliert und sogar ein neuer entdeckt!

Die Besichtigungstour beginnt mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Familie Prolongo, die diesen antiken Beruf bereits seit drei Generationen weitergibt. Nach und nach werden Sie hinter alle Geheimnisse der langen Verarbeitung dieses berühmten Produkts kommen, das nicht umsonst Symbol der Stadt San Daniele del Friuli ist. Was für ein Gefühl, durch die historischen Reifekammern für die natürliche Lufttrocknung zu laufen und die herrlichen Keulen zu bewundern, die dort auf den Regalen aus Tannenholz ruhen. Wir lauschen der Brise, mit der seit alters her der Wind vom Meer und den Bergen durch diese Räume streicht. Die erlesenen Rohstoffe wie Meersalz und „Sugna“ (Schmalzgemisch, das die Schinken während der langen Reifezeit schützt) können Sie selbst anfassen. Jeder Raum verströmt eine andere Duftnote. Und schließlich erleben Sie eine einzigartige Verkostung mit hauchdünn geschnittenem feinstem Schinken, der förmlich auf der Zunge zergeht und wahlweise allein oder mit passenden Beilagen wie hausgemachten Haselnuss-Grissini-Stangen Ihren Gaumen erobert. Ein wahrer Gaumenschmaus sind die Kostproben von Schinken aus den drei verschiedenen Keulenteilen: der besonders intensiv schmeckende „Fiocco“-Schinken, die „Punta“ mit ihrer ausgeprägten Maserung und der weich und süßlich schmeckende Eisbein-Schinken – ein Genuss für wahre Kenner.

Während der Besichtigung (ca. 1 Stunde) können Sie Fragen stellen, fotografieren und, wenn Sie möchten, anschließend ein sorgfältig gemeinsam im Verkaufsladen des Betriebs ausgesuchtes Stück San Daniele-Schinken mit nach Hause nehmen.

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Der zweite Tag beginnt im kürzlich zum schönsten Dorf Italiens gekürten Venzone, vor der Kulisse der ersten Gipfel der Julischen Alpen. Die Stadt wurde mit Sicherheit vor dem Jahr 1000 gegründet und besitzt einen noch gut erhaltenen Mauerring. Die Besichtigung des Doms S. Andrea ist ein faszinierendes Geschichtserlebnis. Er wurde Anfang des 14. Jh. erbaut und 1976 durch die verheerenden Erdbeben im Oberfriaul dem Boden gleich gemacht. In einem Paradebeispiel für den historischen Wiederaufbau wurde der Dom zu Venzone genauso wieder aufgebaut, wie er einmal war: alle Steine wurden gesammelt, einzeln katalogisiert und später wieder an ihrer ursprünglichen Stelle eingesetzt.  

Das Erdbeben von 1976 ist in vielerlei Hinsicht gleichzusetzen mit dem Beginn (oder besser Neubeginn) des heutigen Friauls; und wenn Sie einen älteren Menschen treffen, der sich daran erinnert und davon erzählen möchte, wird Sie sein Bericht bewegen und erschrecken wie selten etwas zuvor. Die Tour startet mit der bewegenden Ausstellung „Tiere Motus“ in einem kleinen Museum, das speziell dem Erdbeben und dem anschließenden Wiederaufbau gewidmet ist, der bis heute eines der herausragendsten Beispiele für das technische und soziale Notfallmanagement und den Wiederaufbau ist.  Ein ganz besonderes Erlebnis ist der 3D-Kurzfilm, in dem der Einsturz des wunderschönen Doms von Venzone in allen seinen Phasen nachgestellt wird: Sie werden den Boden unter Ihren Stühlen erzittern spüren, als ob es damals wäre. Der Film entstand dank der Zusammenarbeit der Techniker von Tiere Motus mit der Universität Udine.

Die Tour endet mit dem Mittagessen und der anschließenden Besichtigung der Kleinkäserei des Agrarbetriebs Colomba. Der Rundgang beginnt im Stall, wo Sie die Kühe kennenlernen und mehr über die verschiedenen Melkmethoden (traditionell von Hand und modern mit Melkmaschine) mit allen Vor- und Nachteilen erfahren.  Danach besichtigen wir die Mini-Käserei des Agrotourismus Al Tulin in Montenars (von Mitte Juni bis September wird diese Besichtigung auf der Confin-Alm durchgeführt, wo die Familie und ihre Kühe während der Sommermonate leben).  Dort wird die frisch gemolkene Milch zu Käse, Butter, Ricotta-Käse und Joghurt verarbeitet. Sie werden feststellen, dass Farbe, Duft und Geschmack der frisch gemolkenen Milch ganz anders sind als bei der Milch aus dem Supermarkt. Sie können dabei sein, wenn wie durch ein „Wunder“ die flüssige Milch fest und der Rahm im Butterfass zu Butter wird.  Sie kosten den frisch abgeschöpften Ricotta-Frischkäse und den noch warmen Joghurt. Sie werfen einen Blick in die Reifekammer, wo Tag für Tag jede Käseform sorgfältig gewendet wird, und Sie können sehen, wie der Käse im Laufe der Tage seine Farbe ändert.  Wer möchte, kann Käse oder andere Erzeugnisse kaufen.


Programm

Tag 1
  • Mont’Albano: Besichtigung der Kellerei
  • Osteria di Villafredda: Mittagessen
  • Besichtigung des mittelalterlichen Weilers Loneriacco
  • Prolongo-Schinkenfabrik: Besichtigung der Manufaktur und der Reiferäume
  • Freies Abendessen und Übernachtung

Tag 2
  • Venzone: Besichtigung der Ortschaft
  • Tiere Motus: Besuch im Museum zum Erdbeben und dem Wiederaufbau
  • Al Tulin bzw. Confin-Alm (ca. Juni-Anfang September, auf der Alm): Mittagessen und Besichtigung der Käserei

TECHNISCHE ORGANISATION
Rubik Viaggi di Tiepolo srl uni
Via Udine, 5 / 33010 Bordano (UD)

Aut. Prov. N. 12789 del 04/03/2015
Polizza Assicurativa n. 8804569 Europe Assistance

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